Bisherige „Weisheiten“ und Kommentare dazu

Februar 2017

Neuer Schutzengel gesucht! Meiner ist nervlich am Ende.
Das war ein Aufkleber auf einem Auto vor mir, als ich nach Darmstadt zu meiner Mutter fuhr.

 

Januar 2017

Oft ist die Zukunft schon da, ehe wir ihr gewachsen sind (J. Steinbeck).

Diesen Spruch fand ich für den Jahresanfang sehr passend. Er ist sehr weise. Oft überrollen uns Ereignisse, und wir versuchen, uns damit zu arrangieren, Veränderungen zu bewältigen und neue Lernerfahrungen zu machen. Die gute Nachricht: Wir wachsen an den Erfahrungen, die wir machen. Leben bedeutet Bewegung und Veränderung und Anpassung an veränderte Umstände.


Januar 2017

Wer spürt, lebt.

Diesen Spruch verdanke ich einer Patientin – vielen Dank.

Eigentlich ist dem nichts hinzuzufügen ☺️

 

Ende November 2016: 

Willst du den Körper heilen, musst du zuerst die Seele heilen. Platon

Eigentlich weiß ich nicht viel über Platon. Er wird ein weiser Man gewesen sein, der Weisheiten liebte (also Philo-soph im ursprünglichen Wortsinn). Der Bruch klingt gut, und für Psychotherapeuten könnte es ein Wahlspruch sein. Aber … Natürlich gibt es auch körperliche Krankheiten, die zuerst einmal eine körperliche Heilung benötigen. Zum Beispiel nach Unfällen oder bei Hautveränderungen. Vielleicht gilt daher eher:

Zur Heilung des Körpers kann der Mensch seelische Stärkung gut gebrauchen, und auf dem Weg der Heilung seelischer Erkrankungen  ist es hilfreich, gut für den Körper zu sorgen. Gut, dies klingt zu aufwändig. Aber als Kommentar zu diesem Spruch von Platon war es mir wichtig.
November 2016:

Wer immer nur funktioniert, entzieht sich dem Abenteuer des Lebens. A. Müller-Stahl

 

Oktober 2016:

Bitte merken: Was dich nicht glücklich macht, kann weg.

Seit ich mich mit dem Thema Prokrastination beschäftige, frage ich mich, welche Verhaltensstrategien uns zu helfen, unsere Aufräum- und Wegwerf-Blockaden aufzulösen.

Der Spruch „Bitte merken: Was dich nicht glücklich macht, kann weg“ kursierte irgendwann im Internet. Er könnte auch von Marie Kondo stammen, die in ihrem Buch „Magic Cleaning“ über das Aufräumen schreibt und anwendbare Strategien vermittelt, die ich auch selbst nutze. Zum Beispiel empfiehlt sie im Zusammenhang mit dem Kleiderschrank, dass wir jedem Kleidungsstück die Frage stellen sollen: Machst du mich glücklich? Wenn nicht, dann kann es weg. Punkt.

 

September 2016:

Wenn ein Arzt ruft, er brauche eine Schwester, hätte er dies nicht vor Jahren mit seinen Eltern besprechen müssen? Quelle: SWR Filosofie

Humor hilft heilen, Humor ist ein Zwischenraum. Humor hilft, quer zu denken.

 

Home is where your story begins. Das ist mein allererster Titelsatz, der über ein Jahr lang meine Website prägte. Ich liebe diesen Satz. Er weist darauf hin, dass wir alle von irgendwo her kommen und eine erste Heimat haben, auch wenn wir in der Regel längst nicht mehr dort leben. Die Psychotherapierichtungen Tiefenpsychologie und die Psychoanalyse widmen sich traditionell diesen unseren Ausgangsbedingungen im Leben. Natürlich hat die Verhaltenstherapie längst nachgezogen und fragt, welche „Lernbedingungen“ in Kindheit und Jugend uns geprägt, beeinflusst und auch konditioniert haben und wer uns Modell gestanden hat dafür, wie wir denken und uns verhalten sollen im Leben. Seit ich mich mit komplexer posttraumatischer Belastungsstörung beschäftige, wird mir immer deutlicher, wie stark und oft lebenslang die Erfahrungen in unserer Kindheit und Jugend uns prägen. Die frühen Erfahrungen haben Urvertrauen erzeugt oder auch nicht, sie haben die Wirkweise unseres Immunsystems und damit auch unsere Stressresilienz dauerhaft beeinflusst, und Grundlagen unserer Sensibilität, unserer Erwartungen und Hoffnungen auf ein glückliches Leben gelegt.

Und meine Lebensgeschichte schreibt sich auch jeden neuen Tag weiter, indem ich mein Zuhause verlasse, in die Welt gehe, dort dies und das tue und erlebe, und dann abends, meistens jedenfalls, wieder in meinem Zuhause lande.

Daher ist dieser Satz so vielseitig und „weise“.