Pubertät …

ist, wenn die Eltern schwierig werden?!

In meinem heutige Blogbeitrag geht es darum, was die Eltern daraus lernen können, wenn ihre Kinder in die Pubertät rutschen. Manchmal geschieht das plötzlich, und wie aus heiterem Himmel sind die lieben Kinder zu wankelmütigen Teenies geworden, die alles andere wichtig und toll finden außer ihren Eltern, ihrem Kinderzimmer und der Schule. Dies sind eindeutige Hinweise darauf, dass es um Pflichtverweigerung geht, um eine massive Wegbewegung, und um die Rebellion gegen jahrelange Abhängigkeit.

Und wie reagieren viele Eltern darauf? Viele versuchen, mit „Macht“ den bisherigen Zustand wiederherzustellen. Die Teenager sollen – gerade weil es doch jetzt auch gefährlich wird – folgsam sein und sich keinen Risiken aussetzen und sich nicht auf dem Buckel der Eltern ausruhen („faul“ sein) und so weiter. Das ist prinzipiell verständlich, führt aber oft zum Gegenteil des Erwünschten, zu noch mehr Verweigerung und noch mehr Machtkonflikt.  An dieser Stelle lohnt es sich, den klugen Verstand einzusetzen und sich an die veränderten Lebensbedingungen anzupassen. Eine Definition von Intelligenz ist nämlich, dass wir uns an schwierige Lebensbedingungen anpassen können… Ich persönlich habe gute Erfahrung mit der gewaltfreien Kommunikation gemacht. Sie hilft dabei, dass wir mit den Jugendlichen im Gespräch bleiben und ihnen zeigen, dass auch wir uns verändern können und dass es auch uns darum geht, dass sie unabhängig werden und selbstständig und selbstbewusst. Dass wir uns auch zurücknehmen können, dass wir mit unserem Abschied von den lieb gewonnenen Kinderjahren klar kommen und mit der narzisstischen Kränkung, dass wir auf einmal nicht mehr die tollen bedingungslos geliebten Vorbilder sind, sondern von unserem Thron runter müssen, damit Demokratie entstehen kann. Dass wir aber auch konsequent damit umgehen und nicht die Wankelmütigkeit der Jugendlichen spiegeln, indem wir selbst wankelmütig werden – einerseits die Kinder wie früher „pampern“, andererseits aber wütend werden, wenn sie nicht „hören“. Wir sollten in der Zeit der Pubertät im besten Fall zum Coach werden, der nur dann Rat gibt, wenn er darum gebeten wird. Der sich nicht in Machtspielchen reinziehen lässt.

Die Schattenseite: Wir wollen ja auch aufpassen auf unsere Kinder, denn das Leben in der Pubertät ist voller Risiken. Hier geht es um immer wieder klare Grenzsetzungen, aber dies sollte m.E. nur dort eingesetzt werden, wo Gefahr für Gesundheit und Unversehrtheit besteht. Und das greift dann auch nur, wenn wir unseren Jugendlichen zeigen konnten, dass wir unsere „Sorgeberechtigung“ verantwortlich und stabil ausüben, aber keinen Machtmissbrauch anstreben. Im Einzelfall ist das bestimmt schwierig. Vielleicht möchten Sie dazu etwas kommentieren?

Ein schwieriges Thema an einem verregnetet Märztag…

Viele Grüße, Ihre Sabine Ott

 

 

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