Walking-In-Your-Shoes

Meine Krankheit verstehen mit 

Walking-in-your-shoes

Nächste Termine
4. Juli 15-18.30 Uhr
24. Oktober 15-18.30 Uhr
14. November 15-18.30 Uhr
Zur Anmeldung

Dieses Jahr finden die Walking-in-your-shoes-Seminare im Bartholomäushaus in Zornheim (neben der katholischen Kirche) statt. Coming-in ist ab 14.45 Uhr. Es können einzelne oder auch mehrere Seminartage gebucht werden.  

Viele Menschen mit einer körperlichen, seelischen, oder psychosoma-tischen Erkrankung fragen sich: „Warum habe ich diese Krankheit bekommen?“, „Was steckt hinter meinem Symptom?“ oder: „Was brauche ich, um wieder gesund zu werden?“. Deshalb starte ich dieses Jahr mit einem speziellen Kursangebot: „Meine Krankheit verstehen mit Walking-In-Your-Shoes“. Krankheiten und Symptome können beispielsweise sein: Kopfschmerzen, Autoimmunerkrankungen, Fibromyalgie, Kloß im Hals, ständig erkältet sein, Rückenschmerzen, Angst aus heiterem Himmel, Lungenerkrankungen (Husten, Atemnot), unklares Zittern, aber auch: seelische Erkrankungen wie Depression und Angststörungen.

Walking-in-your-shoes (WIYS)ist eine Selbsterfahrungsmethode, mit der Sie sich, andere Personen oder auch Ihre Haustiere besser verstehen können. Ich habe im Rahmen vieler psychotherapeutischer Fortbildungen lange nach einer Methode gesucht, die ermöglicht, dass „Kopf“ und „Bauch“ besser zusammen kommen. Meistens geht es ja bei Psychotherapie um einen „Top-down-Prozess“: Was ich mit meinem klugen Kopf verstehe, werde ich auch fühlen und umsetzen… Das gelingt oft nicht. WIYS ermöglicht dagegen einen „Bottom-up-Prozess“: Das Anliegen wird direkt körperlich wahrgenommen, gefühlt und damit auf einer tieferen Ebene „verstanden“.

WIYS läuft folgendermaßen ab:

Zu Beginn formuliert ein/e Teilnehmer*in zusammen mit der Leiterin ein Anliegen (keine ausführliche Anamnese oder detaillierte persönliche Angaben notwendig). Sie können Ihr Anliegen selbst „walken“ oder „walken lassen“. Ähnlich wie beim Familienstellen können Sie aber auch nur als „Beobachter“ teilnehmen. Auch als Beobachter können Sie – freiwillig –  als „Stellvertreter“ aktiv werden.

Dann beginnt der eigentliche Walk

Der/die Anliegensteller*in oder sein Stellvertreter bewegt sich im Raum und wird dabei von der Leiterin mit Fragen begleitet. Das Anliegen wird direkt körperlich wahrgenommen, gefühlt und damit auf einer tieferen Ebene „verstanden“.

Nach dem Walk kann der /die Anliegensteller*in eigene Eindrücke äußern, sofern gewünscht. Auch die Gruppe kann interessante Beobachtungen mitteilen und Wesentliches des Walks herausarbeiten. Manchmal ist ein Walk so eindeutig, dass dies gar nicht notwendig ist.

Die Methode WIYS wurde in den USA entwickelt und von Christian Assel (Hannover) nach Deutschland gebracht und weiterentwickelt. Christian hat mittlerweile zwei Bücher über WIYS veröffentlicht (im Windpferd-Verlag). Ich habe die Ausbildung zur Gruppenleiterin bei ihm abgeschlossen und bin Mitglied im Europäischen WIYS-Institut. Auch bei Joseph Culp, dem Mitbegründer der Methode, habe ich Seminare besucht. Im Oktober 2017 habe ich beim ersten europäischen Kongress für WIYS einen Hauptvortrag gehalten über: WIYS und Körperpsychotherapie.

Zur freundlichen Beachtung: Bei dem Seminar handelt es sich nicht um Behandlung bzw. eine Therapie, sondern um eine Selbsterfahrungsmethode! Daher können die Kosten auch nicht von Krankenkassen übernommen werden. Die Teilnahme an einer Selbsterfahrungsgruppe kann während der Wartezeit auf einen Therapieplatz, aber auch während einer Einzel-Psychotherapie als zusätzlicher Selbsterfahrungsimpuls hilfreich und unterstützend sein.

Falls Sie in letzter Zeit unter einer seelischen Erkrankung leiden oder z.B. früher eine Psychose erlitten haben, nehmen Sie bitte im Vorfeld Kontakt mit mir auf, damit wir klären können, ob die Teilnahme problemlos möglich ist. Hierfür wäre eine persönliche Email an mich ein guter Weg, und gegebenfalls können wir dann ein Telefonat oder persönliches Vorgespräch führen.