Stress entsteht, wenn wir keinen Einfluss haben.

Heute will ich eine wesentliche Ursache von Stress beschreiben:

Stress entsteht, wenn wir keinen Einfluss auf ein Geschehen haben, oder drastischer ausgedrückt: Stress = Kontrollverlust.

So ist es beim Autofahren, wenn wir das Fahrverhalten der anderen Autofahrer nicht beeinflussen können. Wir können nur re-agieren, uns schützen, uns wundern. Wir können die Motive der anderen Autofahrer nicht wissen, nur vermuten. Das sind viele unbekannte Faktoren, und das macht STRESS.

Ein weiteres Beispiel: Unser Teenager zuhause räumt sein Zimmer nicht auf, “macht nicht, was er soll“ und chillt, während wir unseren Pflichten im Haushalt und bei der Arbeit nachkommen. Wir merken, dass wir unser Kind nicht mehr beeinflussen können und das macht vielen Eltern Stress. Unnötigen Stress, wie ich finde. Es werden Streits vom Zaun gebrochen, um vielleicht kurzfristig Verhaltensänderungen zu erreichen, weil das Kind dann Angst bekommt, wenn der Elternteil mächtig ärgerlich wird. Mittelfristig ändert sich nichts, und neuer Ärger, neuer Stress entsteht. Und die Teenager wünschen sich immer mehr, endlich erwachsen und nicht mehr dem Stress der Eltern ausgesetzt zu sein.

Was tun? Hier hilft meiner Meinung nach das, was ich nicht oft genug betonen kann: EMPATHIE. Also Einfühlungsvermögen, Großzügigkeit und Respekt dem Verhalten anderer gegenüber, und gerade auch dann, wenn wir das Verhalten weder verstehen noch verändern können! Wenn wir sehen, dass unserer Teenager nicht so ist, wie wir ihn haben wollen, sollten wir in Dialog gehen statt in ärgerliche Monologe und unsere Energie nur in wirklich Notwendiges stecken (wenn es um gefährlich-schädliche Verhaltensweisen geht). Wenn wir mit dem Autofahrer vor, neben oder hinter uns nicht reden können, können wir wohlwollend davon ausgehen, dass es auch Menschen sind, die Ängste haben und Fehler machen. Auf Fehler anderer kann man hinweisen,  aber brauchen wir uns darüber dann so massiv ärgern?

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, die meinen Blog lesen, eine entspannte Zeit, und ich gehe mal emphatisch davon aus, dass Sie meine Zeilen wohlwollend lesen und sich Ihre eigenen Gedanken darüber machen.

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